Kulinarische Reiseführer

Shanghai

Schanghai war schon immer Chinas vielfältigste Stadt. Vor einem Jahrhundert wurde sie in verschiedenen „Konzessionen“ zerstückelt – kleine, aber souveräne Vorposten für die Briten, die Franzosen, die Japaner und viele andere Länder. Sikh-Polizisten hielten Wache, Matrosen aus der ganzen Welt brachten sich in der Blood Alley in Schwierigkeiten, und chinesische Händler, Financiers sowie Dockarbeiter strömten aus dem Süden herein und ließen sich in und um die Stadtmauer nieder.

 

Im Jahr 1912 wurde die Stadtmauer abgerissen, aber nach dem Zweiten Weltkrieg wurde de facto eine neue errichtet, unter Maos Regierung. Der Staat kümmerte sich jahrelang nicht um Schanghai, bis Peking beschloss, die Chance zu ergreifen und die Stadt in den 1990er Jahren als Finanzzentrum wieder zu beleben. Ein Risiko, das man bei der chinesischen Hauptstadt nicht eingehen wollte. So verpassten Immobilienentwickler und Regierungsplaner der Stadt eine Verjüngungskur. Die Wette ging auf. Innerhalb von drei Jahrzehnten hat Schanghai Lebensmittelmarken gegen Wolkenkratzer getauscht, und die Stadt hat in Windeseile ihre Weltoffenheit wiedererlangt.

 

Schanghai ist möglicherweise die buddhistischste Stadt der Welt. Nicht wegen der Tempel – die wenigen Exemplare sind oft äußerst kommerziell – sondern wegen des täglichen Unterrichts in Materialbefestigung. In der einen Woche stehen an einer Straßenkreuzung vier Restaurants, in der nächsten Woche gibt es dort einen Park. Nach Jahren unter Pekings Kommando stand es der Stadt in den 90ern wieder frei, reich zu werden und Spaß zu haben – das hat sie auch getan, und vieles mehr. Die Bewohner sehnen sich danach, dass die neue und unternehmungslustige Generation von Geschäftsleuten ihnen dies ermöglicht. Heutzutage ist Schanghai mehr Esprit als ein fixer Ort.

Suppenknödel sind für Schanghai, was ein Stück Pizza für New York ist: unverzichtbar, und die Quelle nie endender Debatten. Ist es wichtig, dass die Hülle so dünn ist, dass man nur die Schweinefleischfüllung herausschmeckt? Ist es Fortschritt oder dekadent, Suppenknödel zu essen, die mehr als...

Schanghai ist ein kultureller Wirrwarr. Vor hundert Jahren gab es die „Chinesische Stadt“, umgeben von Mauern und voller enger Gassen. Außerhalb der Mauern hatten Zehntausende von britischen, amerikanischen, französischen, deutschen und anderen Kolonialisten eine Reihe von...

Schanghai hat Chinas bestes Nachtleben. Absolut. Sie ist eine Stadt des Geldes, und Geld mag feiern. Die Nacht steckt voller Möglichkeiten, von versteckten Flüsterkneipen mit geschickt getarnten Eingängen und expansiven Cocktail-Listen bis hin zu schrillen Super-Clubs wie Myst und Muse mit...

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